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Was kostet ein Elektriker pro Stunde in Hamburg?

Transparente Preise: Stundensätze von Elektrikern in Hamburg, was im Preis steckt, und worauf Sie bei Angeboten achten sollten.

Was kostet ein Elektriker pro Stunde in Hamburg?

Ein Thema, über das selten offen gesprochen wird. Wir machen es trotzdem, weil wir glauben, dass Kunden bessere Entscheidungen treffen, wenn sie wissen, was üblich ist.

Die kurze Antwort

In Hamburg liegen Stundensätze für Elektrofachbetriebe im Jahr 2026 zwischen 75 und 110 Euro netto, also rund 89 bis 131 Euro brutto. Notdienst-Zuschläge können bei Wochenende oder Nachtarbeit den Stundensatz auf 150 bis 200 Euro brutto treiben.

Unser eigener Stundensatz für reguläre Aufträge liegt im mittleren Bereich dieser Spanne. Wir nennen ihn am Telefon, ohne Versteckspiel.

Warum die Spanne so breit ist

Drei Sachen erklären den Unterschied zwischen 75 und 110 Euro pro Stunde:

Betriebsgröße. Ein großer Betrieb mit Werkstatt, Lager, Verwaltung, vielleicht einer eigenen Buchhaltung hat höhere Fixkosten als ein kleinerer Fachbetrieb. Das schlägt sich im Stundensatz nieder. Dafür bekommt man bei größeren Betrieben oft schnellere Verfügbarkeit für sehr große Aufträge.

Spezialisierung. Ein Elektriker, der primär KNX-Smart-Home-Anlagen programmiert, kalkuliert anders als jemand, der täglich Steckdosen setzt. Spezialisten kosten mehr, sind aber bei spezialisierter Arbeit oft die einzige sinnvolle Wahl.

Anfahrt und Vorbereitung. Wer drei Bezirke entfernt sitzt, kalkuliert anders als jemand vor Ort. Bei uns in Billwerder ist die Anfahrt nach Bergedorf, Lohbrügge oder Wentorf so kurz, dass wir sie nicht separat berechnen. Bei einer Fahrt nach Geesthacht oder Norderstedt sieht das anders aus.

Was im Stundensatz steckt

Wenn jemand 95 Euro netto pro Stunde nimmt, gehen davon ungefähr:

  • 40 bis 50 Euro für den Gesellenlohn samt Sozialabgaben
  • 15 bis 20 Euro für Fahrzeug, Werkstatt, Werkzeug
  • 10 bis 15 Euro für Verwaltung, Versicherungen, Steuerberater
  • 10 bis 20 Euro Gewinn für den Betrieb

Wer einen Stundensatz von 50 Euro hört, sollte hellhörig werden. Entweder ist da etwas nicht ganz sauber, oder die Person arbeitet schwarz. In beiden Fällen ist das schlecht für Sie als Kunde, weil im Schadensfall keine Versicherung greift.

Stundensatz versus Festpreis

Bei kleineren Aufträgen rechnen wir nach Stundensatz. Steckdose tauschen, Lampe anschließen, Sicherung prüfen. Das geht zügig und die Kosten bleiben überschaubar.

Bei größeren Aufträgen, etwa einer Verteilerschrank-Modernisierung oder einer Wallbox-Installation, kalkulieren wir Festpreise. Sie sehen vorab, was es kostet. Wenn wir uns vertan haben, ist das unser Problem, nicht Ihres. Das gibt Planungssicherheit auf beiden Seiten.

Anfahrtspauschale

Bei vielen Hamburger Betrieben kommt zusätzlich eine Anfahrtspauschale dazu, oft zwischen 35 und 80 Euro. Das ist legitim, gerade bei kleinen Aufträgen, weil sonst die Anfahrt mehr Zeit kostet als die eigentliche Arbeit.

Bei uns gilt: im Bezirk Bergedorf keine Anfahrt für Aufträge ab einer Stunde. Für sehr kurze Sachen rechnen wir eine kleine Pauschale, damit sich die Fahrt überhaupt rentiert. Im Umland wie Reinbek, Wentorf, Geesthacht kommt eine Anfahrt dazu, die wir am Telefon ehrlich nennen.

Wann lohnt sich der günstigste Anbieter nicht

Drei Fälle, in denen wir Kunden raten, nicht das billigste Angebot zu nehmen:

Bei Versicherungs-relevanten Arbeiten. Wenn nach einem Schaden die Hausversicherung prüft, ob die Elektrik korrekt installiert war, will sie einen Eintrag im Installateurverzeichnis sehen und manchmal ein Inbetriebnahmeprotokoll. Schwarzarbeit oder fragwürdige Betriebe liefern das nicht.

Bei Arbeiten am Hausanschluss. Sicherungsschränke, Zähleranschlüsse, Schaltschränke. Hier muss der Betrieb beim Netzbetreiber eingetragen sein, sonst plombiert er nicht. Stromnetz Hamburg führt eine Liste, in der wir stehen.

Bei Wallbox und PV. Wegen der KfW-Förderung und der Netzbetreiber-Anmeldung müssen Wallbox und PV von einem eingetragenen Fachbetrieb installiert werden. Sonst gibt es kein Geld und keine Inbetriebnahme.

Unser Angebot

Wir machen Aufmaß-Termine kostenlos im Bezirk Bergedorf. Sie wissen vorher, was eine Sache kosten wird. Wir arbeiten mit Festpreisen, wo immer es möglich ist. Stundenarbeit nur dort, wo es ehrlich nicht anders geht.

Telefon: 0176 / 811 767 96. Wir sind gut erreichbar, und wenn wir gerade auf einer Baustelle sind, rufen wir zurück.

Bereit für ein Angebot?

Aufmaß im Bezirk Bergedorf ist kostenlos. Wir sind ab 8 Uhr erreichbar.