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FAQ 15 Min Lesezeit

50 häufige Fragen an den Elektriker, ehrlich beantwortet

Von Wallbox bis Zählerschrank: 50 Antworten, die wir Kunden in Bergedorf und Umgebung am häufigsten geben. Ehrlich, konkret, ohne Verkaufston.

50 häufige Fragen an den Elektriker, ehrlich beantwortet

Manche Fragen bekommen wir am Telefon mehrmals pro Woche. Andere stellt uns ein Kunde im Treppenhaus, fünf Minuten bevor wir wieder ins Auto steigen. Hier haben wir 50 davon gesammelt und so beantwortet, wie wir es vor Ort auch tun würden.

Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, rufen Sie an: 0176 / 811 767 96. Oder schreiben Sie an Info@Ehlers-Elektrotechnik.de.

A) Allgemein und Aufmaß

1. Was kostet ein Aufmaß-Termin?

Im Bezirk Bergedorf nichts. Wir kommen vorbei, schauen uns die Sache an (Sicherungskasten, betroffene Räume, Zugang), und Sie bekommen ein schriftliches Angebot. Im Umland (Reinbek, Wentorf, Geesthacht) berechnen wir bei sehr kleinen Aufträgen eine Anfahrtspauschale, die wir am Telefon nennen. Ein Aufmaß dauert je nach Auftrag zwischen 20 Minuten (Steckdose) und gut einer Stunde (Komplettsanierung mit Begehung jedes Raumes). Sie sind nicht zu irgendetwas verpflichtet, wenn Sie das Angebot ablehnen.

2. Wann kann ich Sie erreichen?

Werktags ab 7 Uhr am Telefon. Wenn wir auf der Baustelle sind, geht oft die Mailbox an. Wir rufen am selben Tag zurück, meistens zwischen 12 und 14 Uhr oder am späten Nachmittag. Schneller geht es per WhatsApp an dieselbe Nummer: dort sehen Sie auch direkt, wann wir Ihre Nachricht gelesen haben. Mail wird einmal morgens und einmal abends gecheckt.

3. Was ist Notdienst bei Ihnen genau?

Notdienst heißt: Sie haben keinen Strom, eine Steckdose qualmt, oder das Wasser läuft an einer Verteilung vorbei. Dann fahren wir auch abends oder am Wochenende raus, im Bezirk innerhalb von 60 bis 120 Minuten. Notdienst ist nicht: „Die Lampe geht nicht." Das kann bis Montag warten. Notdienst-Zuschlag liegt bei 50 bis 100 Prozent auf den regulären Stundensatz, je nach Uhrzeit.

4. Macht Ihr auch nur eine Steckdose?

Ja. Eine einzelne Steckdose tauschen, eine Lampe anschließen, einen Bewegungsmelder im Hausflur setzen. Wir lehnen kleine Aufträge nicht ab, solange wir sie in eine vorhandene Tour einbauen können. Manchmal warten Sie dann zwei Wochen, aber wir kommen. Stammkunden, die uns regelmäßig beauftragen, schieben wir gelegentlich vor.

5. Arbeiten Sie auch für Hausverwaltungen?

Ja, und gerne. Wir betreuen mehrere Hausverwaltungen im Bezirk dauerhaft, machen DGUV-V3-Prüfungen, Mieterwechsel, Treppenhaus-Beleuchtung, kleinere Reparaturen. Wer regelmäßige Aufträge hat, bekommt feste Konditionen und eine Rahmenvereinbarung mit kurzen Reaktionszeiten. Abrechnung läuft direkt mit der Hausverwaltung, nicht mit den Mietern.

B) Wallbox und E-Mobilität

6. Welche Wallbox-kW-Stärke ist sinnvoll?

Für den Hausgebrauch reicht in fast allen Fällen eine 11-kW-Wallbox. Sie lädt einen normalen E-Pkw über Nacht voll und braucht beim Netzbetreiber nur eine Anmeldung, keine Genehmigung. 22-kW-Wallboxen sind selten nötig, brauchen mehr Vorbereitung und müssen genehmigt werden. Für Vielfahrer mit zwei E-Autos, die beide am späten Abend ankommen und früh morgens wieder weg sind, kann 22 kW dennoch Sinn ergeben.

7. Was kostet die Wallbox-Installation insgesamt?

Bei einer einfachen Lage (Wallbox in der Garage, Zählerschrank gleich daneben, Platz in der Verteilung) liegen wir bei 1.500 bis 2.200 Euro inklusive Box. Bei längerer Leitung, Wanddurchbruch oder Verteilerschrank-Erweiterung 2.500 bis 4.500 Euro. Vor Ort sehen wir das in zehn Minuten. Die teuersten Wallbox-Projekte in unserer Praxis waren Reihenhaus-Lösungen mit gemeinsamer Tiefgarage, wo Lastmanagement und 60 Meter Erdkabel reinkamen.

8. Lohnt sich ein Lastmanagement?

Ja, wenn zwei oder mehr Wallboxen am selben Hausanschluss hängen, oder wenn neben der Wallbox eine Wärmepumpe und ein Herd laufen. Lastmanagement verhindert, dass der Hausanschluss überlastet und der Netzbetreiber meckert. Kostet im Schnitt 300 bis 800 Euro extra. Auch sinnvoll: ein dynamisches Lastmanagement, das die Ladeleistung im Tagesverlauf an PV-Erzeugung anpasst.

9. Müssen Sie die Wallbox beim Stromnetz Hamburg anmelden?

Ja. Jede Wallbox bis 11 kW wird angemeldet, ab 12 kW genehmigt. Wir machen das für Sie, inklusive Inbetriebnahmeprotokoll. Sie müssen dafür nichts tun außer einmal unterschreiben. Die Bearbeitungszeit bei Stromnetz Hamburg liegt aktuell bei zwei bis vier Wochen, in denen die Box aber schon installiert sein darf.

10. Welche Wallbox-Marken installieren Sie?

Wir arbeiten meistens mit ABL, KEBA, Heidelberg und go-e. Wenn Sie eine andere Box gekauft haben (etwa von Tesla oder Mennekes), installieren wir die auch, solange sie eine deutsche Zulassung hat. Von No-Name-Boxen aus dem Online-Versand raten wir ab, weil dann im Schadensfall niemand haftet. Bei den genannten Marken gibt es Ersatzteile, Software-Updates und Hersteller-Support für mindestens fünf Jahre.

C) Photovoltaik und Speicher

11. Macht Ihr selbst PV-Module aufs Dach?

Module und Unterkonstruktion macht ein Dachdecker-Partner, mit dem wir zusammenarbeiten. Wir machen den kompletten Elektro-Teil: Wechselrichter, Speicher, Anschluss an die Verteilung, Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Vorteil der Aufteilung: jeder macht das, was er kann. Wer Dachdecker und Elektriker aus einer Hand will, vermittelt sich oft selbst falsche Sicherheit.

12. Was kostet der PV-Anschluss durch den Elektriker?

Für den reinen Elektro-Teil (Wechselrichter setzen, AC-Verkabelung, Netzanschluss, Anmeldung) liegen wir bei 1.800 bis 3.500 Euro, abhängig von der Anlagengröße und ob ein Speicher dazu kommt. Die Module selbst kalkuliert der Dachdecker. Bei Anlagen ab 10 kWp braucht es oft eine Verstärkung des Hausanschlusses, dann kommen weitere 800 bis 1.500 Euro dazu.

13. Wie lange dauert die Anmeldung beim Netzbetreiber?

Aktuell bei Stromnetz Hamburg im Schnitt vier bis acht Wochen vom Antrag bis zur Freigabe. Wir reichen alle Unterlagen ein und kümmern uns um Rückfragen. Während der Wartezeit kann die Anlage schon montiert sein, einspeisen darf sie aber erst nach Freigabe. Falls die Bearbeitung deutlich länger dauert, haken wir nach.

14. Brauche ich einen Speicher zur PV?

Pflicht: nein. Wirtschaftlich: meistens ja, wenn Sie auch ein E-Auto oder eine Wärmepumpe haben. Sonst speisen Sie tagsüber viel ein (zu schlechten Tarifen) und kaufen abends teuer zurück. Speicher amortisieren sich oft nach 8 bis 12 Jahren. Wer 70 Prozent des Eigenverbrauchs erreichen kann, holt das Optimum raus, mehr ist selten wirtschaftlich.

15. Wer kümmert sich um die Steuer-Geschichte bei PV?

Seit 2023 ist PV bis 30 kWp auf privaten Häusern von der Einkommensteuer befreit, und es fällt keine Umsatzsteuer mehr beim Kauf an. Sie müssen die Anlage trotzdem beim Finanzamt anzeigen (formlos). Wir liefern alle Unterlagen, die Sie dafür brauchen. Bei größeren Anlagen oder gewerblicher Nutzung empfehlen wir, einmal kurz mit einem Steuerberater zu sprechen.

D) Smart Home und KNX

16. Lohnt sich KNX für eine normale Wohnung?

Selten. KNX ist ein Bus-System, das in Häusern ab 150 Quadratmetern und bei umfangreichen Sonderwünschen (Beschattung, viele Szenen, Anwesenheits-Simulation) ausspielt. In einer Drei-Zimmer-Wohnung tut es eine Funk-Lösung wie Homematic IP oder Shelly meistens genauso gut, zum Bruchteil der Kosten.

17. Funk oder Kabel: was ist besser?

Kabel: zuverlässiger, langlebiger, keine Batterien, im Neubau oder bei Komplettsanierung die erste Wahl. Funk: günstiger, nachrüstbar im Bestand, etwas anfälliger für Störungen. Für nachträgliche Smart-Home-Lösungen in bestehenden Wohnungen empfehlen wir meistens Funk.

18. Was ist Loxone, was ist Homematic?

Loxone ist ein zentrales Smart-Home-System aus Österreich, kabelgebunden, eher für Häuser mit Komplettausstattung gedacht. Homematic IP ist ein Funk-System der Firma eQ-3 aus Leer, einfacher zu installieren, gut für Heizung, Rolladen und Beleuchtung im Bestand.

19. Können Sie meine Alexa anlernen?

Wir machen die Hardware (Schaltaktoren, Dimmer, Bewegungsmelder, Sensoren). Die Einbindung in Alexa, Google Home oder Apple HomeKit zeigen wir Ihnen, übernehmen sie aber nur als Zusatzleistung gegen Stundensatz, weil das mit Konten, Apps und Updates schnell viel Zeit fressen kann.

20. Ist Smart Home zukunftssicher?

Bei KNX und kabelgebundenen Bus-Systemen: ja, die Norm gibt es seit 1990 und Geräte sind rückwärtskompatibel. Bei Funk-Systemen kommt es auf den Hersteller an. Wir empfehlen Marken mit langer Marktpräsenz (Homematic, Shelly, Hue), nicht das billigste No-Name-Set.

E) Zählerschrank und FI

21. Wann muss der Zählerschrank getauscht werden?

Pflicht: wenn der Netzbetreiber bei einer Änderung (PV-Anlage, Wallbox, Hausanschluss-Erhöhung) ihn beanstandet. Sinnvoll: wenn er älter als 35 Jahre ist, nur Schraubsicherungen hat, keinen FI, oder keinen Platz mehr für Erweiterungen.

22. Was kostet ein neuer Zählerschrank?

Für eine normale Wohnung 1.200 bis 2.500 Euro inklusive Material und Plombierung durch Stromnetz Hamburg. Für ein Einfamilienhaus mit mehreren Stromkreisen und Reserveplätzen 2.500 bis 4.500 Euro. Mehrfamilienhäuser separat kalkuliert.

23. Was ist ein FI-Schalter genau?

Ein Fehlerstromschutzschalter (auch RCD genannt) misst, ob der Strom, der in einen Stromkreis reingeht, auch wieder rauskommt. Sobald irgendwo Strom entwischt (etwa über einen Menschen, der einen kaputten Föhn hält), schaltet er innerhalb von Millisekunden ab. Lebensretter.

24. Brauche ich überall einen FI?

Pflicht seit 2007: in allen Räumen mit Wasser (Bad, Küche, Außensteckdosen). Empfohlen: in allen Stromkreisen. Im Altbau lohnt es sich, beim nächsten Eingriff den FI für die ganze Wohnung nachzurüsten, das macht beim Zählerschrank-Tausch keinen Aufpreis.

25. Wer plombiert den Zähler nach dem Tausch?

Stromnetz Hamburg. Wir melden den Tausch an, sie kommen meistens innerhalb von zehn Werktagen, plombieren und nehmen die Anlage offiziell in Betrieb. Bis dahin darf der Schrank schon hängen und Strom liefern, sofern alle Schutzeinrichtungen passen.

F) Sprechanlagen

26. Video oder Audio: was empfehlen Sie?

Im Mehrfamilienhaus heute fast immer Video, weil die Mehrkosten nur noch 20 bis 30 Prozent betragen und der Sicherheitsgewinn deutlich ist. Im Einfamilienhaus mit überschaubarem Besuchsverkehr reicht oft Audio. Bei älteren Bewohnern empfehlen wir Video, weil das Erkennen, wer vor der Tür steht, deutlich einfacher wird.

27. Was kostet eine neue Sprechanlage im Mehrfamilienhaus?

Im Bestand bei sechs Parteien typischerweise 4.000 bis 8.000 Euro für Video, 2.500 bis 5.000 Euro für Audio, jeweils inklusive Innenstationen, Außenstation, Verkabelung und Programmierung. Wenn die alten Leitungen nutzbar sind, geht es günstiger. Bei Neubau immer 2-Draht-Bus vorsehen, das ist heute Standard und spart bei späteren Erweiterungen viel Geld.

28. Welche Sprechanlagen-Marken installieren Sie?

Wir arbeiten viel mit TCS (Hamburger Hersteller, gute Ersatzteilverfügbarkeit), Siedle (Premium, langlebig, höherer Preis) und Ritto (solide Mittelklasse). Für Smart-Home-Anbindung schauen wir uns Doorbird oder 2N an. Was wir nicht installieren: No-Name-Anlagen aus dem Baumarkt, weil es nach zwei Jahren keine Ersatzteile mehr gibt.

29. Kann die Sprechanlage auf mein Handy?

Ja, mit modernen IP-Sprechanlagen wie Doorbird oder 2N. Die brauchen einen Internet-Anschluss am Klingeltableau und einen Router. Vorteil: Sie sehen, wer klingelt, auch wenn Sie nicht zu Hause sind. Nachteil: läuft nur, solange das Internet steht. Für Mehrfamilienhäuser sind solche Lösungen meist zu komplex, da bleibt die klassische Innenstation Standard.

30. Wir haben noch eine alte 2-Draht-Anlage. Muss alles neu?

Nicht zwingend. Viele moderne Systeme (TCS Vision, Ritto, Siedle Scope) funktionieren auch auf der alten 2-Draht-Leitung, ohne dass neu verkabelt werden muss. Das spart bei Sanierung im Bestand viel Geld und macht den Tausch in zwei bis drei Tagen möglich. Wir prüfen vor Ort, ob die Adernquerschnitte und die Länge der Leitung für das gewünschte System reichen.

G) Altbau und Sanierung

31. Wann muss ich die Elektrik sanieren?

Pflicht: nie, solange die Anlage nicht akut gefährlich ist. Sinnvoll: bei Stoff-Leitungen aus den 50ern, bei Aluminium-Leitungen mit braunen Steckdosen, bei Sicherungskästen ohne FI, bei sichtbaren Schäden. Faustregel: alles vor 1970 mindestens prüfen lassen.

32. Wie lange dauert eine Komplettsanierung?

Eine Drei-Zimmer-Wohnung mit komplettem Tausch der Leitungen, neuem Zählerschrank und allen Steckdosen schaffen wir in zwei bis drei Wochen, wenn die Wohnung leer ist. Bewohnt geht auch, dauert dann aber länger und ist anstrengend für alle.

33. Kann ich etappenweise sanieren?

Ja, und für viele Bestandskunden ist das der einzig bezahlbare Weg. Schritt eins: Zählerschrank und FI, weil das die größte Sicherheitswirkung bringt. Schritt zwei: Küche und Bad neu verkabeln. Schritt drei: Wohnräume, oft Jahr für Jahr ein Raum.

34. Müssen die Wände aufgestemmt werden?

Manchmal ja, manchmal nicht. Wenn die alten Leitungswege noch nutzbar sind, ziehen wir neue Kabel durch die vorhandenen Leerrohre. Wenn nicht, oder wenn neue Steckdosen an anderen Stellen sollen, müssen wir stemmen. Im Altbau ist Stemmen oft unvermeidbar.

35. Was, wenn ich denkmalgeschützt wohne?

Wir haben mehrere Projekte in den denkmalgeschützten Bauten in Bergedorf und Vierlanden gemacht. Wichtig ist die Abstimmung mit der Denkmalbehörde: oft müssen Leitungen verdeckt, in alten Stuckleisten oder auf Putz mit gestalterischen Vorgaben verlegt werden. Wir machen das in Absprache, dauert etwas länger, ist aber machbar.

H) Notfall und Reparatur

36. Stromausfall in der ganzen Wohnung: was tun?

Zuerst nachsehen, ob die Nachbarn auch keinen Strom haben. Falls ja, ist es der Netzbetreiber (anrufen bei Stromnetz Hamburg: 040 / 6396-1212). Falls nur Sie betroffen sind, einmal alle Sicherungen kontrollieren. Wenn der FI ausgelöst hat, einmal hochschalten. Bleibt das Problem, rufen Sie uns an.

37. Wer ist nachts da?

Wir machen Notdienst werktags bis 22 Uhr und am Wochenende von 8 bis 20 Uhr. Echte Tiefnacht-Einsätze sind selten, aber bei Gefahr (Brandgeruch, Wasser an der Verteilung) immer machbar. Notdienst-Zuschlag dann zwischen 50 und 100 Prozent auf den Stundensatz.

38. Was tun bei einer verschmorten Steckdose?

Sofort den Stecker raus, Sicherung für diesen Stromkreis abschalten, niemand mehr in den Stromkreis stecken. Lüften, weil der Geruch beißend ist. Uns rufen. Wir kommen meistens am selben Tag, prüfen ob es nur die Steckdose ist oder ob die Leitung dahinter beschädigt wurde.

39. Funken aus dem Sicherungskasten: gefährlich?

Ja, das ist ein klares Notfall-Signal. Hauptschalter abschalten (großer Schalter oben im Schrank), niemand mehr im Schrank fummeln, uns oder den Notdienst rufen. Funken am Sicherungskasten deuten meistens auf lose Klemmen oder eine defekte Sammelschiene hin.

40. Mein Backofen wirft die Sicherung. Liegt es am Ofen?

Vielleicht. Erst: Backofen abstecken, neue Sicherung rein, anderes Gerät an dieselbe Steckdose, schauen ob die Sicherung wieder fliegt. Wenn nur der Ofen Probleme macht, ist es das Gerät. Wenn jedes Gerät die Sicherung wirft, ist es die Leitung oder die Sicherung selbst. Wir messen das in 30 Minuten durch.

I) E-Check und Sicherheit

41. Was ist der E-Check?

Eine standardisierte Prüfung der gesamten Elektroinstallation nach VDE-Norm. Wir messen alle Schutzleiter, prüfen FI-Schalter, Isolation und Erdung, machen ein Protokoll. Viele Hausversicherungen erkennen den E-Check als Nachweis an, manche reduzieren bei vorhandenem E-Check sogar den Beitrag.

42. Was kostet ein E-Check?

Für eine Wohnung bis 100 Quadratmeter rechnen wir 250 bis 400 Euro, für ein Einfamilienhaus 400 bis 700 Euro, abhängig von der Anzahl der Stromkreise. Bei vielen Auffälligkeiten dauert die Dokumentation länger.

43. Wie oft sollte ich einen E-Check machen lassen?

Empfehlung des VDE: alle 4 Jahre für gewerblich genutzte Räume, alle 10 Jahre für private Wohnungen. Pflicht ist es nur in bestimmten Branchen (DGUV V3 für ortsfeste Anlagen am Arbeitsplatz). Privat ist es freiwillig, aber sinnvoll.

44. Was ist DGUV V3?

Eine Vorschrift der Berufsgenossenschaft für die Prüfung elektrischer Geräte und Anlagen am Arbeitsplatz. Wir machen DGUV-V3-Prüfungen für Büros, Werkstätten, Praxen und Gewerbeflächen, inklusive Protokoll und Prüfplakette. Preis pro Gerät zwischen 4 und 10 Euro.

45. Was prüft die Hausversicherung im Schadensfall?

Bei größeren Schäden (Brand, Wasserschaden mit elektrischer Ursache) prüft sie, ob die Elektrik fachgerecht und VDE-konform installiert war. Sie fragt nach dem Inbetriebnahmeprotokoll, nach E-Check oder DGUV-V3-Nachweis, und nach dem Eintrag im Installateurverzeichnis. Wenn die Arbeiten ohne eingetragenen Fachbetrieb gemacht wurden, kann die Versicherung leisten verweigern.

J) Kosten, Förderung, Versicherung

46. Festpreis oder Stundensatz: was ist günstiger?

Hängt vom Auftrag ab. Kleine, klar definierte Arbeiten (Steckdose tauschen, Lampe anschließen) rechnen wir nach Stundensatz, das ist meistens günstiger. Größere Aufträge (Zählerschrank, Wallbox, Sanierung) machen wir zum Festpreis, weil Sie dann Planungssicherheit haben und wir das Risiko von Überschreitungen tragen. Wenn wir während des Auftrags auf etwas Unvorhergesehenes stoßen (etwa eine versteckte Aluminium-Leitung), reden wir vorher mit Ihnen, bevor wir weiterarbeiten.

47. Welche Förderungen gibt es aktuell?

Stand 2026: Für Wallboxen gibt es kein bundesweites Programm mehr, aber teilweise regionale Zuschüsse. Für PV-Speicher die KfW 270 als zinsgünstiger Kredit. Für Wärmepumpen-Strom die Heizungsförderung über BAFA und KfW. Wir sagen Ihnen bei der Beratung, was für Ihr Projekt aktuell verfügbar ist, weil sich die Programme häufig ändern. Antrag stellen muss in der Regel der Eigentümer selbst, wir liefern die nötigen Bescheinigungen.

48. Übernimmt die Versicherung Schäden durch alte Elektrik?

Bedingt. Wenn die Anlage zum Einbauzeitpunkt fachgerecht war (Bestandsschutz), zahlt die Versicherung in der Regel auch bei alten Anlagen. Wenn aber jemand laienhaft daran gearbeitet hat, oder wenn bekannte Mängel (verfärbte Steckdosen, fliegende Sicherungen) nicht behoben wurden, kann die Versicherung kürzen. Im Zweifel hilft ein E-Check, weil das eine dokumentierte Bestätigung ist, dass die Anlage zum Prüfzeitpunkt sicher war.

49. Bekomme ich eine Rechnung mit ausgewiesener Arbeitsleistung?

Ja, auf jeder Rechnung steht separat aus, wie viele Stunden gearbeitet wurde und welches Material verbaut wurde. Das brauchen Sie für die Steuererklärung (haushaltsnahe Handwerkerleistungen sind zu 20 Prozent auf bis zu 6.000 Euro pro Jahr absetzbar) und für die Versicherung. Bei Vermietern können bestimmte Kosten als Werbungskosten direkt abgesetzt werden, das klärt Ihr Steuerberater.

50. Wie kann ich bei Ihnen bezahlen?

Überweisung nach Rechnungseingang ist der Normalfall. Zahlungsziel 14 Tage. Bei größeren Aufträgen vereinbaren wir oft Teilzahlungen: ein Drittel bei Auftragserteilung, ein Drittel bei Materiallieferung, der Rest nach Abnahme. EC-Karte oder Bargeld nehmen wir bei kleinen Aufträgen auf der Baustelle an. Skonto bei Vorkasse können wir bei größeren Aufträgen verhandeln, einfach am Telefon ansprechen.

Bonus: Was wir Kunden gerne sagen würden, bevor sie anrufen

Drei Sachen, die viele Anrufe verkürzen würden:

Schreiben Sie sich auf, was genau passiert ist. „Die Steckdose im Bad funktioniert nicht" hilft uns mehr als „Es ist irgendwas mit dem Strom". Wenn ein FI ausgelöst hat, sagen Sie es. Wenn Sie schon selbst probiert haben hochzuschalten, sagen Sie auch das.

Machen Sie wenn möglich ein Foto. Vom Sicherungskasten, von der verschmorten Steckdose, von der ungewöhnlichen Lampenfassung. Per WhatsApp an 0176 / 811 767 96 geschickt, sparen wir oft die erste Aufmaß-Fahrt und können direkt das richtige Material mitnehmen.

Sagen Sie, wann es nicht passt. Wir versuchen flexibel zu sein, aber wir können bei einer Krankenpflege-Situation oder bei Schichtarbeit nur planen, wenn wir wissen, wann Sie wirklich nicht können. Lieber einmal ehrlich „Mittwoch geht gar nicht" als drei Verschiebungen.

Noch eine Frage?

Wenn Ihre Frage nicht dabei ist, rufen Sie an: 0176 / 811 767 96. Oder schreiben Sie an Info@Ehlers-Elektrotechnik.de. Wir sind im Bezirk Bergedorf am Billwerder Billdeich 601i zu Hause und arbeiten regelmäßig in ganz Hamburg-Süd und im südlichen Schleswig-Holstein.

Bereit für ein Angebot?

Aufmaß im Bezirk Bergedorf ist kostenlos. Wir sind ab 8 Uhr erreichbar.