Elektriker beauftragen: fünf Fragen, die Sie vorher stellen sollten
Sie suchen einen Elektriker, haben drei Angebote auf dem Tisch, und jetzt? Die billigste Variante ist verlockend, aber bei Elektroarbeiten ist günstig nicht immer gut. Hier sind fünf Fragen, die Sie vor der Beauftragung stellen sollten. Wir antworten ehrlich auf jede davon. Wenn ein anderer Anbieter bei einer Frage zögert oder ausweicht, ist das selbst eine Antwort.
1. Bekomme ich ein schriftliches Angebot mit Festpreis?
Das ist der wichtigste Punkt überhaupt. Ein seriöser Betrieb kommt zum Aufmaß, schaut sich an, was zu tun ist, und liefert Ihnen danach ein schriftliches Angebot mit klarem Festpreis. Sie wissen vorher, was Sie zahlen werden. Punkt.
Wer das nicht macht, sondern direkt mit „kommt drauf an" oder „rechnen wir nach Aufwand ab" arbeitet, liefert Ihnen am Ende eine Rechnung, gegen die Sie schwer argumentieren können. Manchmal ist Stundenabrechnung sinnvoll, etwa bei sehr kleinen Reparaturen. Bei jedem größeren Auftrag (Wallbox, Zählerschrank, Sanierung) sollte ein Festpreis stehen.
Worauf Sie achten sollten: das Angebot muss konkret sein. Materialliste, Arbeitszeiten, Anfahrt, Mehrwertsteuer separat ausgewiesen. Wenn da nur eine Summe steht ohne Aufschlüsselung, fragen Sie nach.
2. Haben Sie Berufshaftpflicht und Betriebshaftpflicht?
Bei Elektroarbeiten kann viel schiefgehen. Ein Kurzschluss, der einen Brand auslöst. Ein Fehler bei der Anschlussklemme, der einen Stromschlag verursacht. Wenn das passiert und der Betrieb nicht versichert ist, bleiben Sie als Auftraggeber auf den Kosten sitzen, im schlimmsten Fall mit existenzbedrohenden Summen.
Ein seriöser Elektrofachbetrieb hat eine Betriebshaftpflicht für Sachschäden und eine Berufshaftpflicht für Personenschäden. Beide sollten in vernünftigen Höhen abgeschlossen sein, also mindestens drei Millionen Euro Deckungssumme. Fragen Sie ruhig nach einer aktuellen Versicherungsbestätigung. Ein Anbieter, der das nicht zeigen will, hat etwas zu verbergen.
3. Wie sieht es mit Gewährleistung und Garantie aus?
In Deutschland gilt für Handwerkerleistungen eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren, bei Bauarbeiten am Gebäude sogar fünf Jahre. Das gilt unabhängig davon, was im Angebot steht.
Worauf Sie achten sollten: ein guter Betrieb dokumentiert jede Installation sauber. Inbetriebnahmeprotokoll, Messprotokoll, Übergabe-Schein. Wenn später ein Problem auftritt, weiß man, was wann gemacht wurde. Wer Ihnen am Ende nichts in die Hand drückt, kann später auch nicht für seine Arbeit einstehen.
Manche Betriebe geben auf bestimmte Komponenten zusätzliche Garantien (etwa 5 Jahre auf eine Wallbox). Fragen Sie konkret danach. Schriftlich, nicht mündlich.
4. Welche Materialien werden verbaut?
Bei Elektromaterial ist Marken-Ware in der Regel deutlich langlebiger als No-Name. Schalter und Steckdosen von Gira, Busch-Jaeger, Jung, Berker oder Merten halten Jahrzehnte. Billige Ware aus dem Baumarkt fängt nach fünf Jahren an zu wackeln, klemmt, oder verfärbt sich.
Fragen Sie konkret: welche Hersteller? Welche Serien? Was kostet die Variante mit höherwertigerem Material? Oft sind das ein paar Hundert Euro Unterschied bei einer ganzen Wohnung, aber das Ergebnis hält doppelt so lange.
Bei Wallboxen und Smart-Home-Komponenten gilt das gleiche. Ein Mennekes oder KEBA hält länger als ein No-Name-Wallbox aus dem Internet, die nach drei Jahren keinen Hersteller-Support mehr hat.
5. Kann ich Referenzen sehen oder mit Bestandskunden sprechen?
Ein Betrieb, der seit Jahren in einer Region arbeitet, hat zufriedene Kunden. Fragen Sie, ob Sie sich mit einem oder zwei davon kurz unterhalten dürfen. Die meisten Stammkunden sagen gerne ein paar Worte zur Arbeitsqualität, zur Pünktlichkeit, zur Ehrlichkeit beim Kostenvoranschlag.
Wer keine Referenzen hat oder nennen will, ist entweder neu im Geschäft (was nicht zwingend schlecht ist, aber Sie sollten es wissen) oder hat Probleme mit ehemaligen Kunden. In beiden Fällen ist Vorsicht angebracht.
Online-Bewertungen sind ein Hilfsmittel, aber kein Ersatz für ein echtes Gespräch mit einem Bestandskunden. Google-Bewertungen lassen sich kaufen, Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis sind ehrlicher.
Was Sie zusätzlich beachten sollten
Drei kleine Punkte, die in keiner der fünf Fragen vorkommen, aber trotzdem wichtig sind:
Wie schnell wird zurückgerufen? Ein Betrieb, der bei der ersten Anfrage zwei Tage braucht, um zurückzurufen, wird bei der Reklamation im Sommer Urlaub auch nicht schneller sein.
Wer kommt eigentlich vorbei? Manchmal ist der freundliche Geschäftsführer beim ersten Termin nur der Verkäufer, und die Arbeit machen dann zwei Aushilfen. Fragen Sie, wer konkret bei Ihnen arbeiten wird.
Wird sauber gearbeitet? Im Aufmaß-Gespräch sehen Sie schon einiges. Sind die Schuhe sauber? Wird in den Werkzeugkoffer geschaut, bevor die Schuhe an der Türschwelle stehen? Wer beim ersten Termin schon Dreck im Flur hinterlässt, wird bei der Baustelle nicht besser.
Unser Vorgehen
Wir machen das Aufmaß bei Ihnen vor Ort kostenlos, sofern Sie im Bezirk Bergedorf oder direktem Umkreis wohnen. Sie bekommen ein schriftliches Angebot mit Festpreis, in der Regel innerhalb von zwei bis vier Werktagen. Wir verbauen Markenmaterial, nennen die Hersteller im Angebot, und wir liefern bei Übergabe ein Inbetriebnahmeprotokoll und (auf Wunsch) Fotos der Verkabelungswege für Ihre Akte.
Berufs- und Betriebshaftpflicht sind selbstverständlich vorhanden, die Bestätigung schicken wir Ihnen auf Anfrage per Mail. Referenzen aus Bergedorf, Lohbrügge, Wentorf, Reinbek und den Vier- und Marschlanden können wir Ihnen ebenfalls nennen, mit Einverständnis der Kunden natürlich.
Telefon: 0176 / 811 767 96 Mail: Info@Ehlers-Elektrotechnik.de
Wenn Sie unsicher sind, was bei Ihrem Vorhaben sinnvoll ist, rufen Sie an. Die erste Beratung am Telefon kostet nichts und dauert oft nur fünf Minuten.