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Fünf Anzeichen, dass Ihre Elektroinstallation alt ist

Wann ist eine alte Elektroinstallation wirklich kritisch? Fünf konkrete Warnzeichen aus dem Alltag eines Elektrikers in Hamburg.

Fünf Anzeichen, dass Ihre Elektroinstallation alt ist

Die meisten Häuser, die wir in Bergedorf und Umgebung sanieren, sind nicht „kaputt". Sie funktionieren noch, oft seit dreißig oder vierzig Jahren. Aber die Elektrik in einem Haus altert anders als die Fassade. Sie sieht von außen meistens unauffällig aus, bis plötzlich etwas passiert.

Wenn Sie sich fragen, ob in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung etwas getan werden müsste, hier sind fünf Anzeichen, die wir im Alltag immer wieder sehen. Wenn auch nur zwei davon zutreffen, lohnt sich ein Termin.

1. Die Sicherung fliegt regelmäßig, ohne dass viel angeschlossen ist

Wenn beim Einschalten des Wasserkochers in der Küche das Licht im Wohnzimmer ausgeht, dann ist nicht der Wasserkocher das Problem. Der Stromkreis ist überlastet. Häufig liegt das daran, dass in den 70ern und 80ern Küche und Wohnzimmer auf einer einzigen Leitung lagen, weil damals niemand sechs Geräte gleichzeitig betrieben hat.

Was zu tun ist: Stromkreise neu aufteilen, Verteilung modernisieren, gegebenenfalls eine zusätzliche Unterverteilung setzen. Ein bis zwei Tage Arbeit, je nach Wohnungsgröße.

2. Es gibt keinen FI-Schalter im Bad

Ein Fehlerstromschutzschalter, kurz FI, schaltet den Strom ab, sobald ein Strom da entwischt, wo er nicht hingehört. Etwa wenn ein Föhn in eine volle Badewanne fällt. In allen Bädern, die in den letzten Jahrzehnten gebaut wurden, gehört ein FI rein. Bei Altbauten fehlt er häufig.

Wer kein FI im Bad hat, sollte nicht in Panik geraten. Aber bei der nächsten Gelegenheit nachrüsten lassen. Kostet im Schnitt zwischen 250 und 500 Euro, abhängig davon, wie viele Stromkreise abgesichert werden müssen.

3. Steckdosen werden warm oder verfärben sich

Eine Steckdose, die sich beim Anfassen warm anfühlt, ist ein Warnsignal. Verfärbungen rund um die Steckdose, leicht bräunliche Schatten an der Wand, oder gar ein leichter Geruch nach verschmortem Kunststoff sind Alarmsignale. Das passiert, wenn die Kontakte oder die Klemmen im Inneren überaltert sind und mehr Widerstand erzeugen, als sie sollten.

Was zu tun ist: Stecker raus, Stromkreis abschalten, uns rufen. Wir prüfen, ob es nur die Steckdose ist (kleiner Eingriff) oder ob die Leitung dahinter Probleme hat (aufwendiger).

4. Sie haben noch Schraubsicherungen

Wenn Sie in Ihrem Sicherungskasten Schraubsicherungen sehen, also kleine runde Porzellanteile, die man rein- und rausschraubt, dann sind Sie technisch in den 60er Jahren. Das ist nicht automatisch unsicher, aber es bedeutet, dass die Anlage Stand der damaligen Technik ist. FI-Schutz gibt es in der Regel nicht, die Schutzwirkung ist deutlich geringer als bei modernen Leitungsschutzschaltern, und im Zweifel wird die Hausversicherung ein Wort mitreden, falls es zu einem Schaden kommt.

Was zu tun ist: Zählerschrank-Modernisierung, also Verteilung tauschen, FI/LS-Schalter setzen, Platz für Reserve schaffen. Kostet typischerweise zwischen 1.200 und 2.500 Euro für eine Wohnung, mehr für ein Haus mit mehreren Stromkreisen.

5. Sie sehen Stoff- oder Aluminium-Leitungen

In Häusern, die vor 1960 verkabelt wurden, finden sich gelegentlich noch alte Stoff-isolierte Leitungen oder Aluminium-Leitungen. Stoff-Leitungen werden mit der Zeit spröde, die Isolierung bröckelt, was im schlimmsten Fall zu Kurzschlüssen führen kann. Aluminium-Leitungen waren in den 60ern und 70ern in einigen Hamburger Quartieren verbaut, sie haben das Problem, dass Aluminium mit moderner Kupfer-Hardware schlecht zusammenarbeitet. Übergänge oxidieren, der Widerstand steigt, es wird warm.

Was zu tun ist: prüfen lassen. Nicht jede alte Leitung muss sofort raus. Aber wir schauen uns das an und sagen ehrlich, ob es noch ein paar Jahre geht oder ob jetzt der Zeitpunkt ist.

Was es kostet, das prüfen zu lassen

Eine erste Begehung bei Ihnen vor Ort dauert eine halbe Stunde bis Stunde und ist im Bezirk Bergedorf für uns kostenlos. Wir schauen uns den Sicherungskasten an, ein paar Steckdosen, die Räume mit Wasser, und sagen Ihnen, was wir sehen. Wenn Handlungsbedarf besteht, bekommen Sie ein Angebot. Wenn nicht, war es eine halbe Stunde gut investierter Zeit.

Rufen Sie an: 0176 / 811 767 96. Oder schreiben Sie an Info@Ehlers-Elektrotechnik.de.

Häufige Fragen

Wie alt darf eine Elektroinstallation maximal sein? Es gibt keine gesetzlich definierte Maximaldauer. Aber die VDE empfiehlt, alle 10 Jahre einen E-Check machen zu lassen. Anlagen, die älter als 35 Jahre sind, sollten in jedem Fall geprüft werden.

Muss ich bei Eigentümerwechsel die Elektrik modernisieren? Nein, es gibt keine generelle Pflicht. Aber viele neue Eigentümer machen es freiwillig, weil die Versicherungsbedingungen und die Hausverwaltungen es zunehmend einfordern. Bei Mietwohnungen kann die Hausverwaltung modernisieren lassen, ohne dass der Mieter ein Veto hat.

Was kostet eine Komplettsanierung der Elektrik einer Drei-Zimmer-Wohnung? Grobe Hausnummer: zwischen 8.000 und 18.000 Euro, abhängig vom Zustand der Substanz, ob die Wände aufgestemmt werden müssen oder ob die alten Leitungswege genutzt werden können. Wir kalkulieren das vorab schriftlich, damit es keine Überraschungen gibt.

Bereit für ein Angebot?

Aufmaß im Bezirk Bergedorf ist kostenlos. Wir sind ab 8 Uhr erreichbar.